Österreichische Stiftsbibliothek Admont

admont-30633djd(djd). Wer für seinen Ruhestand vorgesorgt und das Eigenheim abbezahlt hat, der kann sich endlich seinen Hobbys widmen. Für viele Menschen zählt eine private Sammlung zu den schönsten Freizeitbeschäftigungen. Neben dem materiellen Wert einer liebevoll gehegten Sammlung ist der ideelle Nutzen von besonderer Bedeutung. Dass eine Sammlung darüber hinaus einen großen Wert für die Nachfahren oder gar die Öffentlichkeit haben kann, dafür gibt es viele Beispiele. Ein Beispiel für den Nutzen der Sammelleidenschaft ist die Bibliothek des österreichischen Benediktinerstiftes Admont am Eingang zum grossartigen Nationalpark Gesäuse.

Die größte Klosterbibliothek der Welt

Das Stift hütet die größte Klosterbibliothek der Welt und damit einen außergewöhnlichen Wissensspeicher. Nicht nur die 1.400 wertvollen Handschriften, auch die Pracht ihrer lichtdurchfluteten Räume ist atemberaubend. Insgesamt werden in Admont rund 200.000 Bände verwahrt. Auf www.stiftadmont.at finden sich Informationen über den Bücherbestand. Der Saal ist in drei Bereiche gegliedert. Im mittleren Teil, der als Herzstück der Bibliothek gilt, haben unersetzliche Ausgaben der Heiligen Schrift, aber auch Schriften griechischer und lateinischer Kirchenväter ihren Platz gefunden.

Kultur und Natur: Wie eine Sammlung verbinden kann

Auf welch einladende Weise eine Sammlung die Öffentlichkeit bereichern kann, stellen die Benediktiner bei einer Bibliotheksführung auf reizvolle Weise unter Beweis. Hier erleben die Besucher die Welt der Bücher und des Wissens direkt vor den Toren des Nationalparks Gesäuse. Wenn sie die rundum verglaste Panoramastiege hinaufgehen und den Blick über die malerische Naturlandschaft schweifen lassen, fasziniert sie nicht nur der Ausblick, sondern auch der Kontrast zweier Welten, die sich im Benediktinerstift Admont die Hand reichen. Die enge Beziehung des Klosters zur Natur wird übrigens auch im Naturhistorischen Museum deutlich. Auch diese Sammlung zeigt mit ihren Exponaten, zu denen etwa 252.000 Insekten zählen, zu welch beeindruckenden Ergebnissen die Sammelleidenschaft führen kann.
Foto: djd/Benediktinerstift Admont